Für Sabine: Elsässischer Hackfleischauflauf

hackfleischauflaufAls ich von Sabines  Blogevent “Elsass” laß, hab ich mich laut gefreut. Und dann hatte ich doch leichte Schwierigkeiten, was Passendes zu finden. Choucroute? Zwiebelkuchen? Quiche Lorraine? Hühnchen in Riesling? Mag ich alles, aber da muss es doch was anderes geben. Gefunden habe ich schließlich ein herzhaftes Familienessen für matschige Winterabende – und erwartungsgemäß mit Sauerkraut für den Vitaminkick.

Der Auflauf hat uns gut geschmeckt. Sauerkraut gibt es hier meist eher klasisisch als Beilage, manchmal auch zu Schupfnudeln oder Spätzle (einige Jahre im Schwabenland haben ihre Spuren hinterlassen :-) ). Aber mit Käse überbacken – das ist mal was Neues.

Im Original heißt das Rezept “Hackfleischtopf Colmar” – vielleicht weiß ja Sabine als Eingeweihte, was der Auflauf mit Colmar zu tun hat. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, ihn dort mal auf einer Speisekarte gesehen zu haben ;-) .

Für 4 Personen:

  • 100 gr. Räucherspeck
  • 1 Zwiebel
  • 400 gr. gemischtes Hackfleisch
  • 200  gr. Passata
  • 200 ml Rinderbrühe
  • 1 EL Zitronensaft
  • 350 gr. frisches Sauerkraut
  • 100 gr. Gruyère
  • Salz, Pfeffer, Thymian
  • 3 Wacholderbeeren, 1 Lorbeerblatt
  • Butter zum Fetten der Form

Backofen auf 200°C vorheizen.

Speck würfeln, Zwiebel abziehen und fein hacken.

Speck in einer großen Pfanne anbraten, dann Zwiebel zugeben und mitdünsten. Hackfleisch zugeben und krümelig braten. Passata, Brühe, Zitronensaft, Lorbeerblatt und die zuvor angequetschten Wacholderbeeren zufügen und alles kurz aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken.

Eine Auflaufform mit der Butter ausstreichen. Die Hälfte der Hackfleischmasse hineingeben. Sauerkraut abtropfen lassen und darauf verteilen. Restliches Hackfleisch darüber geben.

Käse reiben und über den Auflauf streuen. Alles in den Ofen schieben und 45 min überbacken. Dazu passt Kartoffelstampf.

Rezept adaptiert aus: “Elsässer Küche; Spezialitäten aus der Region”

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18 Gedanken zu “Für Sabine: Elsässischer Hackfleischauflauf

  1. mittagsmutti 18. Dezember 2012 um 9:21 vormittags Reply

    Ach, das mag ich! Sauerkraut …. das hatte ich schon Ewigkeiten nicht mehr …. und noch nie mit Tomate …. spitze!

    • magentratzerl 18. Dezember 2012 um 9:41 vormittags Reply

      Die Kombination hat uns auch gut gefallen, Abwechslung, hurra!

  2. Sybille 18. Dezember 2012 um 2:13 nachmittags Reply

    Hackfleisch und Sauerkraut ganz wunderbar.

    Vielleicht ist das so wie mit den Wienerle. Die heißen in Wien auch ganz anders.

    Colmar hin oder her….die Sabine kann sich auf ein tolles Rezept freuen. :)

  3. magentratzerl 18. Dezember 2012 um 8:08 nachmittags Reply

    Das ist ein schönes Winteressen. Und mit Tomate und Käse mal eine Abwechslung, egal, ob Colmar oder Strasbourg ;-)

  4. ninivepisces 18. Dezember 2012 um 10:14 nachmittags Reply

    das würde mir sicher auch schmecken- ich mach und mag sehr gerne Gerichte aus dem Backofen, meist sind die mit Käse…..

    • magentratzerl 19. Dezember 2012 um 11:20 vormittags Reply

      Ich hab’ auch grad eine Backofen-Phase und überbacke gerne mit Käse. Wobei, bei Sauerkraut war es das erste Mal:-)

      • ninivepisces 19. Dezember 2012 um 11:37 vormittags

        Hast du schonmal probiert: eine Lage gekochte Spätzle, eine Lage mit Speck gekochtes Sauerkraut, eine Lage Spätzle, das Ganze mit Sauerrahm übergossen und gratiniert….. einfach und schmeckt super!

      • magentratzerl 19. Dezember 2012 um 1:25 nachmittags

        Bisher noch nicht – aber das wird sich demnächst ändern :-)

  5. Bonjour Alsace 19. Dezember 2012 um 8:36 nachmittags Reply

    Oh, das ist ein schöner Beitrag für das Event bei zorra’s kochtopf, vielen Dank, liebes Magentratzerl. Ich habe zwar auch keine Ahnung, warum das Ganze Hackfleischtopf Colmar heisst, Hauptsache Sauerkraut und gratiniert mag ich sowieso ;-)

    • magentratzerl 20. Dezember 2012 um 9:58 vormittags Reply

      Danke! Merkwürdig genug; ich habe auf einal lauter Sauerkraut-Ideen. Vielleicht kommt noch was ;-)

  6. Dorrie von Spaces and Spices 20. Dezember 2012 um 3:39 vormittags Reply

    Ach, das wird mir auch schmecken, obwohl weit entfernt vom Winter. Das Sauerkraut muss ich allerdings erst noch selbst machen. Aber dann… Danke fuer das schoene Rezept!

    • magentratzerl 20. Dezember 2012 um 9:59 vormittags Reply

      Mit selbstgemachtem Sauerkraut ist es bestimmt doppelt gut. Vor dem Selbermachen habe ich mich bislang immer gedrückt….

  7. Foodfreak 20. Dezember 2012 um 10:41 vormittags Reply

    Passata würde ich jetzt in elsässischen Rezepten erst mal nicht erwarten ;) aber mit Sauerkraut, und dann noch überbacken, das passt wunderbar in die Jahreszeit. Mein Lieblingsrezept mit Sauerkraut ist eins mit Perlhuhn und grünem Pfeffer und Honig… hmm…..

    • magentratzerl 20. Dezember 2012 um 12:20 nachmittags Reply

      Na, ich wollte doch auch war Neues machen. Wobei….mit Perlhuhn…finde ich das Rezept auf Deinem Blog?

  8. nesrin 5. Januar 2013 um 10:51 nachmittags Reply

    Sieht köstlich aus.
    LG
    Nesrin

  9. Anna Purna 5. Januar 2013 um 11:42 nachmittags Reply

    Sieht wie eine super Kombination der Zutaten aus. Vielleicht ist das der Vitaminmangel nach dem vielen Süßem zu Weihnachten, aber das Wort Sauerkraut wirkt hier wie ein Magnet für mich.

    Liebe Grüße
    Anna

    • magentratzerl 6. Januar 2013 um 7:56 vormittags Reply

      Geht es Dir auch so? Noch so viel Süßem muss es etwas Herzhaftes sein.

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